Die
Geschichte des Dorfes Mühlheim
In
vielen Wahrscheinlichkeiten gibt es Städte und Dörfer
mit dem Namen Mühlheim. Hauptort der Handlung in den "Büchern
Mühlheim" ist ein kleiner Ort in Nordfriesland, der
nur in wenigen Wahrscheinlichkeiten zu finden ist. Vertreter der "Schollentheorie" nennen das eine Existenz auf kleiner Scholle.
Mühlheim ist 21 Grundstücke groß und nach seiner
alten Wassermühle benannt. Diese Mühlen gab es in Schleswig-Holstein
früher zahlreicher als Windmühlen, was man inzwischen
kaum noch glauben mag. Allerdings ist der Name "Mühlheim"
für diesen Landesteil sehr unüblich, er müßte
statt "-heim" eher mit "-hus" oder "-kamp"
enden. Historische Nachforschungen ergaben, daß ungefähr
um 1640, also während des Dreißigjährigen Krieges
eine Gruppe von Familien aus dem Westfälischen oder dem Herzogtum
Münster unter Führung des Hufschmieds Paul Kötter
nach Norden zog. Vermutlich waren es die restlichen Überlebenden
eines geschleiften und verbrannten Dorfes, deren Ansiedlung auf
einem fruchtbaren, aber sumpfigen Stück Land nordöstlich
von Bredstedt geduldet wurde. Der Bau und Betrieb einer Mühle
brachte die fremden Siedler bald zu Achtung und Wohlstand und
nur noch der unübliche Name zeugte von der fernen Herkunft.
Dennoch
vergrößerte sich das Dorf nicht besonders, aus den zwei
Bauernhöfen und dem Gasthof sowie zwei Ablaßgrundstücken
wurden bis Ende des Zwanzigsten Jahrhunderts lediglich 21 Hausnummern
an der Hauptstraße. Mitte der Neunziger Jahre verkauften und
verließen die Bewohner jedoch in einem verhältnismäßig
kurzen Zeitraum ihre Häuser. Der Grund dafür konnte nie
ganz geklärt werden. Lediglich der Bauer Hartmut Köttersen,
ein direkter Nachfahre Paul Kötters, behielt seinen Hof, der
etwas vor dem Ortseingang liegt
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