Zur
Zeit erklärte Begriffe |
|
Das
Wahrscheinlichkeits-Lexikon ist eine große Aufgabe.
Bitte
haben Sie etwas Geduld und schauen Sie immer mal wieder herein. |
|
Adams,
Douglas
(1952-2001) gilt
in vielen Wahrscheinlichkeiten als der bedeutendste Philosoph des
20. Jahrhunderts. Seine Arbeiten bilden die erkenntnistheoretische
Basis neuerer Betrachtungen über die Beschaffenheit und Funktion
des Universums. (siehe auch Douglas-Adams-Universität ,
Shandor Kronovacs). In einigen Wahrscheinlichkeiten gelangte
der Brite allerdings nur zu einem bescheidenen Erfolg als Science-Fiction
Autor, ähnlich wie Olaf Stapledon. Seine wichtigsten
Veröffentlichungen sind "The paradigm of Norway"
1978, "Mice-Mapping" 1984, "The deeper Meaning of
Liff" (1990) und die Romane um seine Hauptfigur Arthur Dent
(Hitchhiker's Guide through Universe 1979 ff.) in dem er nach Ansicht
von Literaturwissenschaftlern in einer Hommage an Phileas Fogg seine
Verehrung für Jules Verne dokumentiert. Unübersehbar
ist aber auch eine Art der Selbstdarstellung in der Vorliebe Dents
für Bademäntel.
|
Ausgehjacke
Über
Jahrzehnte hinweg immer wieder modisch angepaßtes Kleidungsstück
mit einer Vielzahl eingearbeiteter Dienstleistungsfunktionen, deren
Rangordnung einstellbar ist. Entwickelt aus der Idee der intelligenten
Kleidung für Personen mit langfristigen Defiziten, z.B. Herz-Kreislaufproblemen
oder Diabetes, die ständig den Zustand des Trägers überwachen
um bei Überschreitung festgelegter Werte zu warnen oder ggf.
über Funk einen Rettungswagen zu benachrichtigen. Ausgehjacken
enthalten außer diesen auch andere Sicherheitsfunktionen.
Durch ständige Verbindung zum Info-Netz, zum Globalen Ortungssystem
(GOS) und verschiedenen Anbietern von Sicherheitsprogrammen
kann der Träger vor allen denkbaren Gefahren wirkungsvoll geschützt
werden. Informationen und Empfehlungen für alle Stadtgebiete
können abgerufen werden und vor dem Betreten besonders gefährlicher
Viertel wird automatisch gewarnt. Für besonders ausgehfreudige
Personen können hier Schutz-Versicherungen abgeschlossen werden,
die besonders für Konfrontationen mit Straßengangs zu
empfehlen sind.
Ausgehjacken sind auch für Personen mit niedrigem Einkommen
erschwinglich: durch ein Abkommen mit den vier Vermarktungsfirmen
kann durch Zulassen von PIBS (Persönliche Informations-
und Beratungssendungen) der Kaufpreis bis auf eine geringe Schutzgebühr
gesenkt werden, wie es aus früheren Zeiten und anderen, rückständigen
Wahrscheinlichkeiten auch für Handtelefongeräte (Handys)
und stationäre Empfangsanlagen bekannt ist.
|
Daseinsenergie,
die
Gesamtes energetisches
Potenzial einer eigenständigen Wahrscheinlichkeit, berechnet
als Summe der Produkte aus Quarkspin und Prosperität (Entwicklungsdruck)
sowie biologischer Systemenergie (z.B. Biophotonen) und emotionaler
Energie. Gerät einer der Faktoren in den negativen Bereich,
wird der Betrag der Daseinsenergie ebenfalls negativ und kann den
Absturz einer Wahrscheinlichkeit hervorrufen. Hiervon besonders
betroffen sind die sog. Starkwelten ("Bösewelten"),
die sich als Energieräuber bei anderen Welten betätigen
müssen, wollen sie nicht ihr gesamtes Staats/Lebenskonzept
umstoßen, was von den jeweiligen Machthabern schwerlich intendiert
sein kann. Welten, die die Wahrscheinlichkeitstechnologie entdeckt haben, bedienen sich oft bei Welten chaotischer Ordnung
(Schmutzigwelten), deren Daseinsenergie sie sich selbst
zuführen können. Von den Opferwelten bleibt lediglich
das energielose Informationskonzept zurück, das sich schließlich
auf die verbliebenen Wahrscheinlichkeiten verteilt.
Auslöser
für ein negatives Vorzeichen kann zum Beispiel überhöhter
Streß in einer Gesellschaft sein, der die emotionale Energie
ins Minus abkippen läßt. Aber auch Welten mit vermeintlich
hoher Daseinslegitimation können Absturzanwärter
werden, wenn ihr Prosperitätskoeffizient durch verkrampftes
"Gut-Sein" negativ wird, weil das System damit unbeweglich
und ohne Entwicklungsmöglichkeiten gerät. Vergl. auch
Studien zur Entropie und den termodynamischen Gesetzen der klassischen Physik.
Ein verwandtes
Konzept zur Daseinsenergie ist bereits aus der traditionellen chinesischen
Philosophie seit Jahrtausenden bekannt: der Begriff des Qi, die
allumfassende Lebensenergie, die dort allerdings aus dem Zentrum
der Galaxis importiert wird. |
Daseinslegitimation,
die
Eigentlich im
Sinne des Wortes "Beweis oder Ausweis für die Existenz".
In Gutwelten gebräuchlicher Terminus für das Ausmaß
an Sicherheit, als eigene Welt zu überleben. Eine niedrige
Daseinslegitimation wird gemeinhin Welten mit unethischer Entwicklung
(Bösewelten) oder chaotischer Entwicklung (Schmutzigwelten)
zugeschrieben. Das Erreichen einer hohen Daseinslegitimation wird
angestrebt durch Übungen zur gewaltfreien Konfliktlösung
(Rollenspiele) und Pflichtschulungen in Aggressionsbewältigung
(Ordnungsseminar). Je mehr diese Vorgabe realisiert ist, desto besser
glauben sich selbstbenannte Gutwelten vor Übergriffen durch
gesellschaftliche Störprogramme oder gar dem Einsatz einer
Wahrscheinlichkeitsbombe geschützt. |
Del
Mestre, die
Nach
ihrem Erbauer benannten spezielle Elektrogitarre mit Kultcharakter.
Besonders gerühmt wird von Benutzern die einmalige Saitenlage
und die Leichtigkeit des Corpus. In einigen Wahrscheinlichkeiten
chaotischer Entwicklungsform existierte eine größere
Firma dieses Namens , in anderen wiederum nur eine kleine Bastelwerkstatt,
wo die Produktion über ein bis zwei Exemplare pro Jahr nicht
hinauskam. |
Denkspangen,
die (pl)
Gerät
zur telepathischen Verständigung (Gedankenübertragung),
das in mehreren Wahrscheinlichkeitsclustern erfunden wurde. Die
Bezeichnung Denkspangen ist vornehmlich in Dinosaurier-Welten
üblich und stellt selbstverständlich nur eine gedachte
Säugetier-Umsetzung des Dinowortes dafür dar. Es handelt
sich um einen reifenartigen Metallkranz, der auf dem Kopf anliegt
und mittels adhäsiver Elektroden Kontakt zur Kopfhaut aufnimmt.
Die Verwendung des Plurals, obwohl es sich doch nur um ein einzelnes
Gerät handelt, gründet sich auf der Beschaffenheit des
technische Innenlebens.
Öffnet man die Denkspangen, findet man neben einigen
elektronischen Bauteilen hauptsächlich zwei spangenartige Metallkerne,
die mit feinem Draht umwickelt sind und somit ringförmige Spulen
darstellen. Auch aus der menschlichen Elektrotechnik kennt man das
Prinzip, Energieübertragung (siehe auch: Transformator)
durch zwei nebeneinanderliegende Spulen zu bewerkstelligen. Eine
Spule ist die Eingangswicklung, die andere besorgt das Ausgangssignal.
In der Entwicklungszeit der Denkspangen, als in den Labors
noch keine schicken Plastikgehäuse dafür verwendet wurden,
kam es zum Sprachgebrauch, den Plural zu benutzen, weil man die
beiden Spangen deutlich sehen konnte und ihre Ausrichtung zueinander
noch variabel war. Der Begriff Denkspangen wurde dann in
den Sprachgebrauch übernommen und auch in einer Kommunikation
übersetzt, weil nicht nur die Träger der D. an
die beiden Spulen denken, sondern D. auch als Begriff im
elektronischen Speicher verankert ist.
Denkspangen sind in erster Linie graduelle Verstärker
feinstofflicher Schwingungsfelder. Damit sind Reichweite, Ausrichtung
und eine mögliche Abschirmung, wie sie aus der Welt der elektrischen
Felder bekannt sind, ebenfalls gegeben. Die Qualität der Übertragung
steigert sich, wenn die D. von natürlichen Telepathen getragen werden, weil diese auch auf den universellen kosmischen
Informationsspeicher, die sog. Matrix, zugreifen können.
nach
oben |
Existenzgefüge
Ausdruck
in einigen Welten für die technische Betrachtung der Ansammlung
belebter und unbelebter Wahrscheinlichkeiten (Universen). In eher
religiös orientierten Wahrscheinlichkeiten wird der Begriff
"Schöpfung" vorgezogen.
|
Fonos, die
Kurzform für Phonographien. Bezeichnung
in vielen Wahrscheinlichkeiten, namentlich Gutwelten, für digitale
Musikspeicher. Fonos sind gemeinhin silbern, quadratisch oder rechteckig
mit einer Kantenlänge von ca. 10 Zentimetern. Die Größe
resultiert nicht aus der Art und Notwendigkeit der Speicherfunktion,
sondern ist Gestaltungsbereich für künstlerische und informative
Drucke. Auch die Handhabung sollte günstig sein. In der Mitte
nahe der Basiskante befindet sich ein Chip, der die jeweiligen Informationen
trägt. Fonos bewegen sich nicht im Abspielgerät. Die
Informationen werden über
Kontakte ausgelesen. |
Freisingen,
das
In
Gutwelten praktizierter ritueller Akt der Stressbewältigung
und zur Behebung von Kommunikationsstörungen, die einzelne
Menschen miteinander haben. Üblich als Gemeinschaftsereignis
in Sonntagsschulen oder als Tagesausklang in Ordnungsseminaren.
Der Ursprung dieser Institution liegt möglicherweise bei den
"Meistersingern von Nürnberg". Beim Freisingen (also
freiem Singen) dürfte jeder, auch Fremde, auftreten
und sich zu Gehör bringen. Zugelassen waren sowohl religiöse
Themen als auch wahre und ehrbare weltliche Ereignisse sowie
schöne Sprüche aus der Sittenlehre erlaubt. Außer
dem Ruhm gab es keine materiellen Preise oder Ähnliches zu
gewinnen. |
GOS
Globales Ortungs System für Ausgehanzüge und Fortbewegungsmittel. Ermöglicht
das Aufspüren von Geräten und Kleidungsstücken und
der damit betroffenen Personen ohne Kenntnis der persönlichen
PIN-Daten.
|
Höhere
Wahrscheinlichkeitsmathematik
Wissenschaft
der Beschreibung verschiedener subatomarer Schwingungszustände,
aus denen auf die Existenz anderer, definierter Wahrscheinlichkeiten
geschlossen werden kann. HWM bildet die Grundlage für die Konstruktion
und Abstimmung von Geräten wie Torzonen-Ortungssystemen (z.B.
Torgucker, AF-Scanner) bis hin zu Affinitäts-Modulatoren (AF-Modulatoren)
für die Reise zu anderen Welten.
Der Durchbruch in der Wahrscheinlichkeitsforschung ist in der Ermittlung
von fundamentalen Algorithmen für die Konfigurationsberechnung
zu sehen. Basis dafür bildete in vielen sehr unterschiedlichen
Welten die zunächst 6-dimensionale polymetrische Strukturquanten-Theorie.
Mit der Aufspreizung der äonischen Dimension und dem Einsetzen
der entsprechenden Kondensationsgleichung konnte die schon länger
vermutete "Hypothetische Verhaltensnäherung von Änderungsdispositionen"
bestätigt werden. Die daraus errechneten Schwingungsdaten bezeichnen
zwar definierte und dadurch wiederauffindbare Wahrscheinlichkeiten,
sind jedoch nicht von einer Welt auf eine andere übetragbar,
da in jeder Wahrscheinlichkeit, die diese Technik entwickelt hat,
eigene Bezugspunkte benutzt werden. Hinzu kommen natürlich
die unterschiedlichen Datenformate der Betriebssysteme.
|
Innie,
der oder die
Bezeichnung
für einen Einwohner, der möglichst jeden Aufenthalt außerhalb
seiner eigenen vier Wände vermeidet. Der in jeder Wohnung vorhandene
Anschluß an das Info-Netz (Info-Terminal) ermöglicht
den Arbeitsplatz zu Hause. Die Versorgung mit jeder Art von Gütern
ist durch den Bringe-Service aller großen Anbieter gewährleistet.
Innies entwickeln sich oft zu permanenten Benutzern von Erlebnisanzügen
("Inlivies") und führen so eher ein Leben in virtuellen
Welten. "Persönliche" Treffen finden in Form von
Projektionen in speziell dafür ausgelegten "Cyber-Lounges"
statt.
|
Ordnungsseminar,
das
Einrichtung
des Ministeriums für Volksgesundheit, Bildung und Innenpolitik
zur Erziehung oder Umerziehung auffällig gewordener Bürger.
Grundlage für diese Maßnahme ist das Gesetz vom 13. 8.
1961, in dem das Recht auf individuelle Optimierung der persönlichen
sozialen Kompetenzfür jeden einzelnen Bürger festgeschrieben
wurde.
Die Einweisung in ein Ordnungsseminar kann demgemäß
von jedem beantragt werden, meist sind es jedoch Institutionen wie
Schule, Salvationsbüro oder die Wahrscheinlichkeitspolizei,
die hier aktiv werden.
Basis für die Umerziehung bietet die Theorie der sozialen Integration
durch Konfliktbearbeitung von ...
Zumeist in Rollenspielen mit positiver Wahrnehmung des Gegenübers,
aber auch durch gemeinsames Singen, Wandern und das Fertigen von
Handarbeiten werden nach eigenen Angaben von Gutwelt-Behörden
große Erfolge in der Stärkung sozialer Kompetenz erreicht.
Siehe hier auch das Freisingen der kirchlichen Institutionen.
nach
oben |
Outie,
der/die
Bezeichnung
für Einwohner, die es vorziehen, ihr Leben außerhalb
von geschlossen Räumen oder mindestens der zugewiesenen eigenen
Wohnung zu verbringen. Erlebnisanzüge werden von ihnen völlig
verachtet, teilweise werden auch Ausgehjacken manipuliert oder sogar
ganz abgelehnt.
Gemeinsam ist allem Outies der Wunsch, sich selbst direkt zu erfahren.
In Zeiten größerer Verbreitung dieses Typus wurden von
den marktbeherrschenden Konzernen großangelegte Erlebnisreisen
oder -touren angeboten, in denen die Teilnehmer ungewöhnliche
direkte körperliche Erfahrungen machen (Wüste, Gebirge,
Arktis etc.) und die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit
ausloten konnten.
|
PIBS
Persönliche
Informations- und Beratungs-Sendung. Werbeanrufe, zu wechselnden
Zeiten an Ausgehanzüge und andere geortete Teilnehmer ausgestrahlte
gesetzliche gestatte Werbesendung von 5 Minuten, die 100 dB nicht
übersteigen dürfen. Bei Anzügen, die mit speziellem
Kontrakt nach § 83f des Werbemaßnahmenbeschränkungsgesetzes
billiger verkauft wurden, sind PIBS nicht abschaltbar.
|
Sandteufel,der
Meist kleine Wirbelstürme auf der Marsoberfläche, im Mittel
etwa zehn Meter hoch. Auch in Wahrscheinlichkeiten, die nicht über
die Raumfahrt verfügen, wurden Sandteufel von Astronomen beobachtet.
Sie entstehen, wenn sich die Marsoberfläche unter der Sonneneinwirkung
übermäßig erwärmt. Dadurch, daß sie den
freien Staub aufwirbeln werden sie gut sichtbar.
Die Gefährlichkeit dieser Wirbelstürme rührt daher,
daß sie blitzschnell ihre Richtung zu ändern vermögen
und die meisten auch in der Lage sind, einen Marsrover umzukippen,
wodurch oft die Fahrgastzelle irreparabel beschädigt wird.
In den verschiedenen Marskolonien herrscht deshalb bei Ankündigung
von Sandteufeln absolutes Fahrverbot.
|
Torgucker,
der
Leichtes
Meßgerät, das in verschiedenen Wahrscheinlichkeiten zum
Erkennen und Beurteilen von Affinitätsbereichen oder Torzonen benutzt wird. Auffällig ist die überall
ähnliche Konstruktion, die einer Brille für Einäugige
ähnelt. Das einzige Glas sitzt meist vor dem rechten Auge und
bildet die Projektionsfläche für die Meßdaten. Die
Anzeigen beziehen sich meist auf die Lokalisierung eines Tores und
geben die Öffnungszeiten bis zu einer Woche in der Zukunft
an. Einige Modelle sind mit Sonder- und Warnfunktionen ausgestattet,
sodaß auch komplexe Torstrukturen und sogar Wahrscheinlichkeitsstürme erkannt werden können.
|
Topographisches
Modell der Wahrscheinlichkeitscluster
Der
französische Privatgelehrte Jules Verne stellt um 1873 die
Theorie der Wahrscheinlichkeitscluster auf, die besagt, daß
ähnliche Welten jeweils in virtuell abgegrenzten Dimensionsbereichen
zusammenliegen. Diese "Schollen" unterliegen Driftbewegung durch die sie auf andere Wahrscheinlichkeitscluster treffen.
Dadurch öffnen sich für die betroffenen Randwelten natürliche Torzonen auch in sehr entfernte Wahrscheinlichkeiten.
Torzonen, die in sehr nahe Wahrscheinlichkeiten führen, also
in Welten, die sich nur durch sehr wenig unterscheiden, sind erheblich
seltener. Ursache dafür ist die Interferenz der Informationsstrukturen
(Resonanzfelder). Zu starke Ähnlichkeit bewirkt eine
Schwächung der Individualschwingungen der betreffenden
Welten und kann sogar zur völligen Auflösung führen.
Lebewesen, die mit maschineller Hilfe in zu nahe Wahrscheinlichkeiten
reisen, in denen sie ebenfalls existieren, müssen mit Störungen
ihres biologischen Informationsfeldes (siehe auch: Biophotonen)
rechnen. Die von räumlicher Entfernung unabhängige Interferenz
der Eigenschwingung wird dabei je nach Ähnlichkeit mehr oder
weniger gestört. Je näher die aufgesuchte Wahrscheinlichkeit
ist, desto größer die körperlichen Unpäßlichkeiten
der jeweiligen Personen bis hin zum Tod und zwar sowohl der zugereisten
als auch der vorher anwesenden Person.
nach
oben |
Torzone,
die
In
allen Wahrscheinlichkeiten sprunghaft auftretende Affinitätsbereiche,
die für kurze Zeit eine so starke Näherung der Wahrscheinlichkeiten
erreichen, daß Materie von einer Welt in die andere überwechseln
kann. Voraussetzung für den Übertritt ist, daß in
Frage kommende Objekte in diesem Bereich (Tor) in Bewegung sind.
Obwohl die Prozesse, die in diesen Torzonen stattfinden, in einigen
Welten gut erforscht sind, ist es sehr schwierig, diese langfristig
vorauszusagen.
Hauptursache für das Zustandekommen von T. sind die
Driftbewegungen zwischen den Wahrscheinlichkeiten, die für
deren häufige Reibung aneinander sorgen. An diesen Stellen
bilden sich Überlappungszonen, die sog. Tore. Die bei der Erforschung
der T. zunächst aufgestellte Hypothese, daß damit
eine einfache Reise zwischen den Wahrscheinlichkeiten möglich
wäre, bestätigte sich zwar, sofern man diese Übergangsbereiche
orten könnte (siehe auch: Torgucker). Es erwies sich
jedoch, daß der dauernde Aufenthalt von Lebewesen in allzu
nahen Wahrscheinlichkeiten nahezu unmöglich ist. Lebewesen,
die dorthin reisen wo sie ebenfalls existieren, müssen mit
Störungen ihres biologischen Informationsfeldes (siehe
auch: Biophotonen) rechnen. Die von räumlicher Entfernung
unabhängige Interferenz der Eigenschwingung wird dabei je nach
Ähnlichkeit mehr oder weniger gestört. Je näher die
aufgesuchte Wahrscheinlichkeit ist, desto größer die
körperlichen Unpäßlichkeiten der jeweiligen Personen
bis hin zum Tod und zwar sowohl der zugereisten als auch der vorher
anwesenden Person. Nahe liegende Wahrscheinlichkeiten, die sich
allzu stark reiben und daher durchmischen, sind so von einer natürlichen
Absturzgefahr bedroht. Wahrscheinlichkeitsforscher halten diesen
Effekt für eine Art Ausleseprozeß im Rahmen der Quantengesetze.
Nur Welten, die sich schnell voneinander entfernen, haben eine Überlebenschance,
sofern sie sich nicht durch absurde Entscheidungen selbst eliminieren.
In einigen Welten wurden technische Möglichkeiten erfunden,
gesteuert durch die Wahrscheinlichkeiten zu reisen, ohne auf die
Bildung eines natürlichen Übergangsbereiches zu warten
(siehe auch: Affinitätsmodulator). Bisher ist aber kein
Gerät bekannt, das die Oberflächenspannung der einzelnen
Welten durchdringen könnte, sodaß ein Einsatz auch nur
in den T. möglich ist.
nach
oben |
Umweltunterricht, der
Kurzform
für bestimmte Lehreinheiten, gängige Bezeichnung in sehr
unterschiedlichen Welten. Steht eigentlich für "pädagogische
Einheit zur Kenntnis umliegender Wahrscheinlichkeiten", aber
selbst in Gutwelten hat sich diese Abkürzung in den allgemeinen
Sprachgebrauch eingeschlichen. |
Vagabundierende
Tore/Wahrscheinlichkeitsnäherungen
Neben
den regelmäßig auftretenden Affinitätszonen, deren
Ursache eher mit der natürlichen Annäherung der verschiedenen
Schwingungsmuster der Materie einzelner Welten erklärbar ist,
gibt es noch die sog. vagabundierenden Tore, das sind W.-Näherungen
oder Überlappungszonen, die auf der Ähnlichkeit der Entwicklung
von Ereignissen beruhen, und deshalb kaum oder nur sehr kurzfristig
voraussagbar sind. Manche Meßgeräte (einfache Torgucker)
zeigen sie überhaupt nicht an. |
Vortex-
Generator, der
"Wirbelfeld
erzeuger" - Erfindung einiger Welten, um die eigene Wahrscheinlichkeitsenergie
zu erhöhen. Wahrscheinlichkeiten, deren Existenz ein geringes
Ausmaß an Stabilität haben, können durch Auffangen
freigewordener Energien z.B. beim Welten-Absturz ihre Realität
erhöhen. Der Vortex-Generator erzeugt ein virtuelles Feld,
das diese Energien in vorher definierter Richtung und zur eigenen
Nutzung leiten kann. Der operationale Einsatz in der Föderation
wahrscheinlicher Welten ist geächtet. In einigen Welten jedoch
beständig durchgeführt (Starkwelten) da sie sonst ihre
Daseinslegitimation (Sprachgebrauch der Gutwelten) verlieren könnten.
nach
oben |
Wahrscheinlichkeitsbanken
Die
Erfindung von Geräten, mit denen Reisen durch verschiedene
Wahrscheinlichkeiten möglich wurde, hatte einen tiefgreifeneden
Einfluß auf die Wirtschaft und das gesamte Gesellschaftssystem
der betreffenden Welten. Besonders dann, wenn solche Geräte
auf den freien Markt geraten, kann eine Welle der Kriminalität
ausgelöst werden, denn ein Besitzer eines AF-Modulators oder
auch nur eines Torguckers kann sich in Welten, in denen die Affinitätsphänomene
unbekannt sind, straflos bereichern. In den meisten der fraglichen
Welten wurde die Ausbeutung anderer Wahrscheinlichkeiten zum Nutzen
der gesamten Gesellschaft institutionalisiert und in die Hände
der Wahrscheinlichkeitsbanken gelegt. Daraus ergaben sich ganz neue
Anlagemöglichkeiten für Bürger, die sich nicht persönlich
an Raubzügen oder Gewinnabschöpfungseinsätzen beteiligen
wollten oder konnten: Aktienfonds und Wetten auf die Entwicklung
vom Absturz bedrohter Wahrscheinlichkeiten (WAX).
Ein ganz besonderes Geschäftsfeld wurde Vermögensverwaltung
von Weltengehern, interwahrscheinlichen Händlern und in diesem
Zusammenhang auch der Umtausch von unterschiedlicher Währungen.
|
Wahrscheinlichkeitsministerium,
das
Staatliche Institution
in Gutwelten zur Überwachung und Prüfung der Wahrscheinlichkeitsentwicklung,
gegründet zumeist in den Jahren der Ereigniskrisen um
1961. Hauptaufgabe ist die Erhaltung einer hohen Daseinslegitimation.
Zur Informationsbeschaffung und Überwachung der Tore sind eine
größere Anzahl von Wahrscheinlichkeitsagenten angestellt. Die Durchsetzung von Beschlüssen und allgemeine
Ordnungsaufgaben obliegt einer speziellen Eingreiftruppe, die zumeist Wahrscheinlichkeitspolizei genannt wird.
Oft gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Ministerium beziehungsweise
dessen Unterorganen Salvationsbüro und Ordnungsseminarverwaltung.
In diesem Rahmen werden von Zeit zu Zeit Projekte zur Ermittlung
von Strategien zur Steigerung der Daseinslegitimation durchgeführt.
nach
oben |
Wahrscheinlichkeitspolizei,
die (auch:
W-Agenten, "Garde" etc.)
Exekutivorgan
verschiedener Welten zur Kontrolle des W-Transfers (Reisen zwischen
den Wahrscheinlichkeiten), in den meisten Fällen von sich selbst
abschottenden Wahrscheinlichkeiten (sog."Gut-Welten"
etc.). Hauptaufgaben sind die Überprüfung von Reisekontingenten
der wissenschaftlichen Institute und das Eingreifen bei nicht legitimierten
Übertritten. In Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen werden
illegale Weltengeher festgesetzt und zur Internierung und
gesellschaftlichen Anpassung an das Salvationsbüro überstellt.
|
| Wahrscheinlichkeitssturm,
der Meist gewaltsam herbeigeführte Annäherung von sehr vielen
Affinitätszonen, sodaß eine Verwirbelung zwischen mehreren
W.-Clustern enstehen, die bis in die Zonen der Unwahrscheinlichkeit
reichen können. Durch die sehr unterschiedlichen Energieniveaus
der Wahrscheinlichkeiten kommt es zu einer fast explosionsartigen
Affinitätsverwirbelung, die Materie bis in weit entfernte Welten
transportieren kann. Kleine W.-Stürme sind oft die Folge von
Versuchsreihen, wenn in einer Welt gerade die Technik des Materieaffinititätswechsels
entwickelt wird (Affinitätsmodulator). Entwicklungsingenieure
benötigen verschiedene Versuche zur Kalibrierung optimale Modulationen
wobei sie oft das Existenzgefüge weitgestreut einreißen.
Dieser Vorgang kann auch durch einen bestimmten Defekt in einem
AF-Modulator hervorgerufen werden, wenn der Akzelerator (Beschleuniger)
bereits durchgeführte Modulationen nicht wieder glättet.
Große W.-Stürme entstehen durch kosmische Störungen,
als Effekt schwarzer Löcher oder als kulminierende Sogwirkung
im Gefolge von Abstürzen ganzer Wahrscheinlichkeitscluster,
z.B. durch den Einsatz einer Wahrscheinlichkeitsbombe. Auch die
Reibungen von sehr unterschiedlichen W.-Clustern an den Schollenrändern
lösen durch die Entstehung unwahrscheinlicher Entwicklungen
eine Verwirbelung sehr verschiedener Energieniveaus aus, sodaß
sich der Effekt eines W-Sturmes einstellt. Hier finden wir ein weites
Feld für die Wahrscheinlichkeits-Forscher und es ist bisher
keine Welt bekannt, in der alle Rätsel der Mechanik des Existenzgefüges
gelöst sind |
Weltensammler
Sagenhaftes Gerät zum Zusammenfassen verschiedener, durch Energieabfluß
bedrohter Wahrscheinlichkeiten. Der Ursprung dieser Geräte,
die kleiner als die Fläche einer ausgestreckten Hand sind,
wird in den Verborgenen Welten vermutet. Hin und wieder tauchen
diese Geräte im Rahmen merkwürdiger Ereignisse auf, die
dem Auftreten von Gerüchten und der Mythenbildung Vorschub
leisten. In einigen Welten existiert die Ansicht, daß die
Weltensammler bewußt von dem Schöpfer/der Schöpferin
in Umlauf gebracht wurden, um als ein Gegenmittel gegen den vollständigen
Absturz von Weltenclustern durch den Überfall einer Starkwelt zu fungieren.
Auch über den Grund der geringen Abmessungen der Geräte
herrscht Unklarheit. Am meisten verbreitet ist die Ansicht, daß
es sich nur um eine Fernbedienung handelt und der wahre Weltensammler
nur einmal vorhanden ist. Ausgehend von der Theorie, daß alle
Informationen eines Universums holographisch verteilt sind, argumentieren
einige Forscher sogar, daß der Weltensammler nicht nur eine
große Maschine zwischen den Dimensionen darstellt, sondern
daß das gesamte Universum als Funktionseinheit selbst ansprechbar
ist.
|
| nach
oben |
|